Noni Informationen: Die Geschichte der Pflanze
Woher
kommt die Noni-Frucht?
Überlieferungen zu Folge wird Noni-Saft seit über 1500 Jahren auf den Cook-Inseln, Hawaii, Tahiti und anderen südpazifischen Inseln getrunken.
Laut einer Theorie gelangte die Frucht von Südostasien und Indien in den Südpazifik. Es ist nicht vollkommen klar, wie die Frucht sich zwischen den Inseln ausbreitete, jedoch sind einige Experten der Meinung, dass Seefahrer und Siedler von den Marquesischen Inseln die Frucht als erste auf die Inseln im Südpazifik mitbrachten.
Klar ist allerdings, dass Noni schon zu Urzeiten auf den südpazifischen Inseln konsumiert wurde. Aufgrund der Vorzüge und Beliebtheit der Frucht hat der Noni-Anbau eine lange Tradition, sowohl in kleinen Gärten als auch auf großen Plantagen.
Noni in der Antike
Außer als Getränk verwendeten die ersten Polynesier die Noni-Frucht als gesundes Nahrungsmittel, zum Färben ihrer Kleider und als Medizin- und Heilpflanze. Diese Tradition wurde bis heute beibehalten. In der wissenschaftlichen Literatur lassen sich Hunderte von Nachweisen finden bezüglich der Beliebtheit von Noni und Noni-Saft unter Urvölkern in sämtlichen tropischen Regionen der Erde.
Noni-Saft im alten Indien
Nachdem die Ursprünge der Noni-Frucht in Nordindien vermutet werden, müssten auch Überlieferungen von den Ureinwohnern Indiens bezüglich der heilenden Eigenschaften von M. Citrifolia vorliegen. In der Tat sagten die Ärzte im alten Indien, dass fast alle Teile der Noni-Pflanze eine heilende Wirkung hätten. Die Wurzeln wurden als Abführmittel und fiebersenkendes Mittel verwendet. Die Schmerzen von Gichtpatienten konnten nach Einreiben der betreffenden Stellen mit dem ausgepressten Saft der Blätter laut den indischen Ärzten gelindert werden. Ferner dienten Noni-Blätter als Tonikum, Fiebersenkungsmittel sowie als Heilmittel für Wunden und Geschwüre. Noni-Frucht und Noni-Saft wurden von Patienten mit Halsbeschwerden, Zahnfleischentzündungen, Leucorrhea (unregelmäßige Regelblutung), Dysenterie und Blutvergiftung verzehrt.
Der Verzehr von Noni-Saft im südpazifischen Raum
In Fidschi wurde die Noni-Frucht von den Eingeborenen sowohl roh als auch gekocht verzehrt. Auch in Niue war die Frucht fester Bestandteil bei der Zubereitung von Speisen und auf den Philippinen wurde eine Art Marmelade damit gemacht (insbesondere vergärte Noni wurde dort geschätzt).
Noni-Saft in Südostasien, Australien und Afrika
Auch
Aborigines in Australien schätzten die Noni-Frucht und ihren Saft. In
Burma wurde die rohe Noni-Frucht in Curry-Gerichten verwendet, während
die reife Frucht mit einer Prise Salz verzehrt wurde. Noni-Kerne wurden
geröstet und roh mit etwas Salz gegessen.
In Nigeria wurde Noni zur Behandlung von Malaria, Fieber, Gelbsucht,
Gelbfieber und Dysenterie verwendet.
Weitere Anwendungsgebiete von Noni in früherer Medizin
Überreife Noni wurde als Emetikum verabreicht, während so manche Ärzte Noni-Saft zur Lindering von schmerzhafter Dysurie sowie zur Diabetes-Behandlung verordneten. Ferner wurde Noni bei Nieren- und Milzleiden, Husten und als Abführmittel verabreicht.
